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Ausblick 2015: Globales Wachstum setzt sich fort

Bo Bejstrup Christensen, Chefanalyst bei Danske Invest, führt rund um die Welt und schätzt das makroökonomische Potenzial 2015 ein.

Der globale Konjunkturaufschwung setzt sich fort, und das ist eine gute Nachricht. So fasst der Chefanalyst bei Danske Invest, Bo Bejstrup Christensen, seine Prognose für 2015 zusammen. Er erwartet, dass die USA weiter stark bleiben, Europa sich allmählich erholt und China weiter wächst, dies jedoch nicht ohne Herausforderungen.

USA: Die große globalwirtschaftliche Lokomotive
Die US-amerikanische Wirtschaft überraschte 2014 positiv, und Bejstrup Christensen geht davon aus, dass sich das solide wirtschaftliche Wachstum in den USA auch 2015 fortsetzen wird. Zudem dürfte die US-amerikanische Zentralbank Fed die Zinsen erstmals erhöhen.

„Wir erwarten für nächstes Jahr ein Wachstum in den USA von etwa 3,5 %, primär angetrieben von einem weiterhin gut funktionierenden Bankensystem, das die Investitionslust und das Investitionsvermögen der Unternehmen unterstützt. Gleichzeitig sehen wir eine Verbesserung des Immobilienmarkts vorher, der nach 5-6 Jahren Krise nach wie vor kränkelt“, so Bo Bejstrup Christensen. Aufgrund des soliden Wachstums geht er davon aus, dass die Fed 2015 die Zinsen erstmals seit vielen Jahren anheben wird.

Europa: Banken sollen Wachstum sichern
Nach Einschätzung des Chefanalysten wird 2015 das Jahr, in dem sich das Wachstum in Europa nach einem enttäuschenden 2014 verfestigen wird. Ob diese Verfestigung eintritt, hängt davon ab, ob der Bankensektor den Erwartungen gerecht wird.

„Für ein Anziehen des Wachstums wird der Bankensektor 2015 der entscheidende Faktor sein. Wir erwarten eine zunehmende Kreditvergabe der Banken im kommenden Jahr. Das bedeutet, dass die Unternehmen mehr investieren und die Verbraucher mehr Geld ausgeben“, so Bo Bejstrup Christensen. Er betont, dass das nicht gleichbedeutend mit einer geldpolitischen Straffung seitens der EZB sei, wie auch die Unsicherheit um Osteuropa jener unbekannte Faktor sei, der sich maßgeblich auf die Entwicklung auswirken könne, wie in diesem Jahr der Fall.

China: Wachstum setzt sich fort, birgt jedoch Herausforderungen
Bo Bejstrup Christensen prognostiziert der Volksrepublik für das nächste Jahr ein Wachstum um 6 %, sieht jedoch auch beachtliche Herausforderungen, insbesondere beim Immobilienmarkt, denn es wurde schlichtweg zu viel gebaut, und die Kreditvergabe hat sich in den vergangenen Jahren sehr erhitzt. Aber es gibt durchaus auch Lichtblicke.

„Die gute Nachricht ist, dass es so scheint, als würde der Immobilienmarkt einen geringeren Gang einlegen. Der Immobilienverkauf ist leicht rückläufig und gleiches gilt für die Bauaktivitäten. Und das ist erfreulich. Auch sieht es so aus, als würde die bisher steigende Kreditvergabe der Banken nun ein eher tragbares Niveau erreichen. Daher erwarten wir, dass die chinesische Wirtschaft 2015 um ca. 6 % wachsen wird. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass in China beachtliche Risiken vorhanden sind, insbesondere in Bezug auf das Finanzsystem und den Immobilienmarkt", erläutert Bo Bejstrup Christensen.

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