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Taktische Asset Allokation 2012 12 04

Wir halten an unserer Gesamtallokati-on fest. Dabei gewichten wir globale Aktien um 10pp über und bevorzugen im Anleihebereich nach wie vor Hoch-zinsanleihen.

Wir gehen nach wie vor davon aus, dass die fiskalische Klippe in den USA gelöst wird und moderate, aber doch deutliche Auswirkungen auf das US-Wachstum in 2013 haben wird. Das bedeutet, dass die Konjunkturerholung unserer Meinung nach weiterhin gedämpft verläuft und die Geldpolitik äußerst akkommodativ bleiben wird. 
Yellen und Dudley machten klar, dass die US-Notenbank dazu entschlossen ist, die Zügel lockerer zu lassen als es die konventionellen Richtlinien (d.h. Taylor) vorschreiben, um eine stärkere Erholung zu unterstützen. Yellen betonte sogar, dass die Abweichung von einem Ziel (d.h. Inflation) zur Erreichung eines anderen Ziels (Vollbeschäftigung in einem Jahr) seine Berechtigung hat.
 
Wenn das Ankaufprogramm der Fed (Operation Twist) im Dezember ausläuft, erwarten wir erneute quantitative Maßnahmen. Denn wenn es nicht gelingt, die Operation Twist zu ersetzen, könnte unterm Strich eine straffere Geldpolitik die Folge sein. Wir wären über neue Maßnahmen der Fed nicht überrascht und gehen davon aus, dass sie ein zusätzliches, unbefristetes Ankaufprogramm für Staatsanleihen einführen wird. Das sollte riskante Vermögenswerte im Allgemeinen unterstützen. Die Fed hat mittlerweile aber auch klar gemacht, dass es viel mehr erfordert als ein paar gute Arbeitsmarktberichte, bevor sie ihre Einstellung ändert. Unserer Meinung nach sollte das lange Ende der Kurve deshalb weiterhin gut verankert sein und wir erwarten nicht, dass die Renditen von langlaufenden Staatsanleihen stark steigen werden.
 
In Bezug auf die numerische Zieldebatte (d.h. die Einführung eines Ziels für die Arbeitslosenrate, das den Beginn einer normaleren Geldpolitik einläutet) können wir nicht viel hinzufügen. In Anbetracht von Yellens Rede und ihrer Funktion als Kommunikationsbeauftragte der Fed erwarten wir in der ersten Jahreshälfte 2013 jedoch weitere Neuigkeiten
 
Da sich die Senior Loan Officer Opinion Survey für das vierte Quartal und die Berichte zum US-Immobilienmarkt endlich bessern, gehen wir davon aus, dass das US-Wachstum 2-2,5 Prozent betragen wird und monatlich durchschnittlich 150.000 Jobs im Privatsektor geschaffen werden. Warum die Erholung am Immobilienmarkt nicht zu einem überdurchschnittlichen Wachstum führen wird, liegt hauptsächlich an der nach wie vor straffen Geldpolitik und der erheblichen Unsicherheit in Bezug auf den kurz- und langfristigen Fiskalausblick. Wir gehen jedoch davon aus, dass das Wachstum steigen könnte, wenn die fiskalische Klippe rechtzeitig umschifft wird. Grund dafür ist eine möglicherweise stärker als erwartete Erholung am Immobilienmarkt.
 
Was China betrifft, beobachten wir endlich eine Besserung der Einkaufsmanagerindizes (PMI). In Kombination mit den jüngsten Nachrichten aus dem Immobiliensektor (stabile Preise und steigende Verkaufszahlen) sind das gute Neuigkeiten. Wir sehen keinerlei Anzeichen für eine deutliche Lockerung oder Straffung. Deshalb bleiben wir bei unserer Ansicht, dass China sein Wachstum von 7-8 Prozent fortsetzen wird. Das reale Wachstum dürfte China schon erreicht haben, während die Einkaufsmanagerindizes weiter steigen sollten. Insgesamt sollten riskante Vermögenswerte von diesem Umfeld profitieren, insbesondere Aktien aus den Schwellenländern.
 
Europa steckt weiterhin in einer Rezession, die sich aber immerhin nicht verschlimmert hat. Die Umfrage zum Kreditgeschäft der Banken der EZB brachte enttäuschende Ergebnisse zutage. Die jüngsten Kommentare zur Fiskalpolitik lassen uns aber hoffen. EU-Kommissar Rehn ließ verlauten, dass -auch wenn Spanien seine Ziele nicht erreichen wird -, die Kommission im Zuge des massiven Defizitprogramms seine Politik nicht noch mehr straffen muss. Wir betonen schon seit zwei Jahren, dass im aktuellen Umfeld eine straffere Geldpolitik möglicherweise kontraproduktiv sein könnte. Insgesamt bleiben wir bei unserer Ansicht, dass die europäische Rezession zu Ende gehen und die Region in der zweiten Jahreshälfte 2013 ein sehr gemäßigtes, positives Wachstum erleben wird.
 
Weltweit sollte das Wachstum nach wie vor steigen, aber in einem gemäßigten Tempo. Deshalb bleiben wir unserer Einstellung zugunsten riskanter Vermögenswerte treu, möchten das Risikoprofil aber aufgrund des Ereignisrisikos in den USA nicht erhöhen.

  

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