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Aktien holen 2019 ihre Verluste auf

Die Finanzmärkte verhalten sich, als stehe 2019 eine Rezession voraus. Doch Danske Banks Chefstrategin Tine Choi hält dagegen. Sie sieht für das kommende Jahre ein solides Kurspotenzial bei Aktien.

Aktien haben 2018 die schlechteste Rendite seit Ende der Finanzkrise 2009 erzielt – und bei Anleihen sieht es nicht viel besser aus.

Es gibt viele Erklärungen, warum globale Aktien aktuell für 2018 mit 2 bis 3 Prozent im Minus liegen:

  1. Eine neue Regierung in Italien, die auf Kollisionskurs mit der EU liegt
  2. Die Unsicherheit rund um den Brexit
  3. Die US-amerikanischen Zwischenwahlen
  4. Der Handelskrieg zwischen den USA und China
  5. Die steigenden globalen Zinsen

„Insgesamt macht die Entwicklung an den Aktienmärkten den Eindruck, als ob wir kurz vor einem Konjunkturabschwung stehen – doch das ist nicht der Fall. Wir gehen vielmehr davon aus, dass sich der wirtschaftliche Aufschwung 2019 fortsetzt. Globale Aktien werden in den kommenden zwölf Monaten erwartungsgemäß eine Rendite von 7 bis 9 Prozent erzielen“, erklärt Tine Choi, Chefstrategin bei Danske Bank, im neuen Quartalsbericht Quarterly House View, in dem sie die künftigen Erwartungen erläutert.

Tine Choi rechnet außerdem damit, dass Aktien nach den Schwankungen und Kursrückgängen an den globalen Aktienmärkten in den letzten Monaten ihre Verluste wieder aufholen. Dies geht ihrer Meinung nach allerdings im gleichen Stil wie dieses Jahr mit anhaltender Nervosität einher, also jeweils zwei Schritte vor und einer zurück.

Trübe Aussichten für Anleihen
Für Anleihen sind die Aussichten dagegen enttäuschend. Die Erwartung steigender Zinsen im Jahr 2019 begrenzt das Renditepotenzial von Anleihen, da höhere Zinsen gleichbedeutend sind mit fallenden Anleihekursen.
„Daher werden nordische und europäische Staatsanleihen in den kommenden zwölf Monaten kaum eine positive Rendite erzielen“, führt Tine Choi aus.
In ihren Portfolios hält die Danske Bank deshalb an einer Übergewichtung von Aktien und einer entsprechenden Untergewichtung von Anleihen fest. Der Chefstrategin zufolge ist das Verhältnis zwischen der erwarteten Rendite und dem Risiko bei Aktien einfach vorteilhafter.

„Insgesamt gehen wir davon aus, dass der Aktienmarkt noch nicht seinen Höhepunkt erreicht hat. Obwohl wir uns in der Spätphase des globalen Konjunkturaufschwungs befinden, gibt es für Aktienanleger unseres Erachtens noch Luft nach oben“, ist die Chefstrategin überzeugt.

Weiterhin konjunktureller Rückenwind
Tine Choi betont, dass die Aktienmärkte weiterhin Rückenwind von dem fundamentalen Wirtschaftsumfeld erhalten. Das Wirtschaftswachstum ist solide, die Arbeitslosigkeit niedrig – nicht zuletzt in den USA – und die Inflation unter Kontrolle. Zwar steigt die Geldentwertung, aber nicht in einem Tempo, das negative Überraschungen verspricht. Gleichzeitig besteht die Aussicht auf ordentliche Wachstumsraten bei den Umsätzen und Gewinnen der Unternehmen.

„All dies können die anderen Marktteilnehmer allerdings auch sehen. Das sind keine geheimen Daten. Es ist die Interpretation dieser Informationen, die uns von den anderen unterscheidet: Die aktuelle Entwicklung lässt sich unserer Meinung nach einfach nicht dahingehend bewerten, dass uns 2019 die nächste Rezession treffen wird. Tritt im kommenden Jahr eine Wirtschaftskrise ein, wäre das unerwartet und unvorhersehbar, wie es bei diesen Ereignissen nebenbei bemerkt üblich ist“, sagt Choi.

Zu den größten Unsicherheitsfaktoren für 2019 zählt die Chefstrategin die weitere Entwicklung des Handelskriegs zwischen den USA und China und die anhaltenden Zinserhöhungen in den USA.

Lesen Sie hier die komplette neue Quarterly House View.

Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Bitte kontaktieren Sie stets einen Finanzberater, wenn Sie eine Investition in Erwägung ziehen, und klären Sie ab, ob eine bestimmte Anlage zu Ihrem Anlageprofil passt. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Rendite.

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