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Aktienmärkte werden sich erholen

Die abermalige Talfahrt der globalen Aktienmärkte sorgt für Schlagzeilen. Nach Auffassung des Chefanalysten von Danske Invest besteht jedoch Aussicht auf eine Erholung.

In den vergangenen Wochen waren die Unkenrufe mehrerer Experten zu hören, in denen die Gefahr größerer Aktienkorrekturen angedeutet wurde, mit weiteren Kurseinbußen zur Folge. Obwohl die Märkte jüngst schwer unter Druck gerieten, veranlasst dies den Chefanalysten bei Danske Invest, Bo Bejstrup Christensen, nicht, seine Einschätzung einer grundlegend gesunden Weltwirtschaft zu ändern. Zwar sei die Gefahr einer weiteren Unruhe an den Aktienmärkten noch nicht vorüber, aber indem sich das Wirtschaftswachstum fortsetze, dürften Aktienanleger rosigeren Zeiten gegenüberstehen, so Bo Bejstrup Christensen. Drei positive Faktoren halten die gegenwärtige Unsicherheit seiner Auffassung nach in Schach.
 
Weiterhin gute Aussichten für die USA
Das Wachstum der größten Volkswirtschaft der Welt ist solide, mit Aussicht auf ein Anhalten dieser Entwicklung, erläutert Bo Bejstrup Christensen.

"Die jüngsten Arbeitsmarktzahlen wie auch das Unternehmens- und Verbrauchervertrauen deuten unserer Auffassung nach allesamt auf ein weiteres Wachstum von über 3 Prozent hin. Gleichzeitig beschreiben markante Ölpreissenkungen und somit niedrigere Treibstoffpreise positive Faktoren für die Verbraucher und setzen dort Kaufkraft frei. Wir halten daher an unserer Erwartung eines Wachstums von über 3 Prozent in den kommenden Monaten und der Beschaffung von über 200.000 neuen Arbeitsplätzen pro Monat fest. Die jüngsten Einbußen werten wir eher als Ausdruck vorübergehender Befürchtungen", sagt Bo Bejstrup Christensen.
 
Baldiges Ende der chinesischen Flaute
Obwohl der dynamischen chinesischen Wirtschaft nunmehr die Luft ausgeht, meint Bo Bejstrup Christensen nicht, dass diese Entwicklung alarmierend ist.
 
"Unserer Einschätzung nach steht die chinesische Wirtschaft nicht vor einem Auseinanderbrechen. Vielmehr sind wir der Auffassung, dass die Wachstumsflaute beabsichtigt ist, um den Immobilienmarkt zu dämpfen und die zunehmende Kreditvergabe in den Griff zu bekommen. Der Arbeitsmarkt ist trotz des geringeren Wachstums nicht ernsthaft in Bedrängnis geraten und die Löhne steigen nach wie vor mäßig. Dies ist Ausdruck dafür, dass China nunmehr keiner Wachstumsraten von 8 Prozent bedarf, sondern sich durchaus mit 6 Prozent begnügen kann. Im Zuge der auslaufenden Straffungsmaßnahmen erwarten wir, dass sich auch das rückläufige chinesische Wachstum wieder erholt", sagt Bo Bejstrup Christensen, betont jedoch, dass die Entwicklung des chinesischen Wachstums für die Weltwirtschaft nach wie vor einer der maßgeblichen Risikofaktoren ist.
 
Lahmes Wachstum in Europa - Tiefpunkt trotz Unsicherheit in Sicht  
Das geringere Wachstum in der Eurozone und die jüngst schwachen Zahlen der deutschen Wirtschaft bedeuten laut Bo Bejstrup nicht, dass die europäische Wirtschaft nun einen permanenten Kriechgang eingelegt hat.
 
"Unserer Auffassung nach dürfte das gegenwärtig rückläufige europäische Wachstum eher kurzfristig sein, das unter anderem der Unsicherheit über Osteuropa, einem schwachen chinesischen Wachstum und dem ausbleibenden Anstieg bei der Kreditvergabe seitens der europäischen Banken zuzuschreiben ist. Die beiden ersten Faktoren sind unserer Einschätzung nach von vorübergehender Dauer. Auf Sicht erwarten wir, dass der bevorstehende Abschluss der Stresstests der Banken allmählich eine zunehmende Kreditvergabe begünstigen wird", so Bo Bejstrup Christensen.

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