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Chancen und Risiken für Anleger im 3. Quartal

Wir befinden uns in einem Goldlöckchen-Szenario, das aus Anlegersicht vielversprechend ist. Dieser Meinung ist Tine Choi, Chefstrategin von Danske Bank.

Die Weltwirtschaft befindet sich momentan im bestmöglichen Anlageszenario, nämlich dem Goldlöckchen-Szenario mit niedriger Inflation und einem vernünftigen, stabilen Wachstum.
 
„Sowohl Aktien als auch Anleihen entwickeln sich in diesem Umfeld gut, und wir gehen davon aus, dass sich der globale Konjunkturaufschwung fortsetzt und das Wachstum sowohl im restlichen Jahr 2017 als auch 2018 über dem Niveau liegen wird, das wir langfristig erwarten. Angesichts des sehr niedrigen Zinsniveaus halten wir Aktien jedoch für attraktiver als Anleihen. Deshalb haben wir eine Übergewichtung in Aktien mit Schwerpunkt auf europäischen Titeln, die uns im Augenblick am interessantesten erscheinen“, erklärt Tine Choi, Chefstrategin von Danske Bank, die Danske Invest berät.
 
Aktienrendite von 5-8% erwartet
Ein globales Wirtschaftswachstum, das weder zu hoch noch zu niedrig ist, verlängert den Konjunkturaufschwung. Es ist Wachstum vorhanden, so dass die Umsätze und Gewinne der Unternehmen steigen können, und mit dem geringen Inflationsdruck können die Zinsen und damit die Kreditkosten niedrig gehalten werden, was die Nachfrage beflügelt.
 
Trotz Goldlöckchen-Szenario geht Tine Choi jedoch nicht davon aus, dass die Kurse genauso schnell steigen wie im vergangenen Jahr, da die Beschleunigung des globalen Wachstums ihren Höhepunkt erreicht hat und die gesamtwirtschaftlichen Daten nicht länger positiv überraschen.
 
„Das moderatere Wirtschaftswachstum deutet darauf hin, dass die Unternehmensgewinne in einem bescheideneren Maße wachsen, was das Aufwärtspotenzial von Aktien begrenzt. Deshalb haben wir vor kurzem unsere Übergewichtung in Aktien von einer starken auf eine moderate Übergewichtung reduziert“, erklärt sie.
 
Während globale Aktien in den vergangenen 12 Monaten um etwa 20% gestiegen sind, erwartet Tine Choi in den kommenden 12 Monaten eine Rendite von 5-8%.
 
„Das ist im Vergleich zu den niedrigen Zinsen auf Anleihen aber immer noch ein vernünftiges Renditepotenzial, und solange das Goldlöckchen-Szenario Bestand hat, kann es einem Anleger teuer zu stehen kommen, an der Seitenlinie zu verharren“, führt sie aus.
 
Auf das Ende des Goldlöckchen-Szenarios sollte man vorbereitet sein
Die Herausforderung ist laut Tine Choi jedoch, dass wir nicht wissen, wann sich das Goldlöckchen-Szenario verflüchtigt. Konjunkturelle Veränderungen sind extrem schwer vorherzusagen. Wenn das Goldlöckchen-Szenario ausläuft, wird das die Begeisterung am Aktienmarkt dämpfen, und die Aktienkurse dürften erwartungsgemäß stärker schwanken als im vergangenen Jahr.
 
„In turbulenten Phasen an den Finanzmärkten ist eine gute Risikodiversifikation besonders wichtig, so dass man nicht unnötig stark von Kursrückgängen in einzelnen Regionen oder Sektoren beeinträchtigt wird“, betont Tine Choi.


 

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