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Das Wachstum in Japan beißt sich fest

Der Yen ist stärker geworden, was auf kurze Sicht die Exportaktien schwächen kann, für den langfristigen Anleger mit einer breiten Exponierung gegenüber Japan aber eine gute Nachricht ist, weil die Ursachen positiv sind

Es gehört zu den Seltenheiten, dass das BIP-Wachstum eines Landes nach einem Quartal um 1,5 Prozentpunkte nach oben revidiert wird. Und umso mehr, als es dabei um Japan geht. Am Montag wurde das Wirtschaftswachstum für die ersten drei Monate des Jahres auf 3,9 Prozent nach oben justiert – gegenüber den 2,4 Prozent, die erwartet wurden.

Seither ist der Strom an positiven Kennzahlen aus der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt nicht abgerissen. Neue Daten für Maschinenbestellungen im April zeigten, dass die Nachfrage nach Maschinen um 3,8 Prozent gegenüber 2,9 Prozent im Vormonat gestiegen ist, den höchsten Stand seit vier Monaten. Ein Wachstum bei den Maschinenbestellungen kann darauf hinweisen, dass die japanischen Unternehmen in Folge einer wachsenden Nachfrage in ihr Geschäft investieren.

„Die positiven Kennzahlen unterstreichen die Tendenz, dass es vorwärts geht in Japan, was unter anderem auf die politischen Maßnahmen zurückzuführen ist, die es dort gegeben hat“, erklärt Lars Skovgaard Andersen, ein Anlagestratege von Danske Invest.

Reformen unterstützen das Wachstum
Die politische Elite in dem ostasiatischen Land hat eine Reihe von politischen Reformen durchgeführt, die dem Zweck dienten, optimale Wachstumsbedingungen für die Unternehmen des Landes zu schaffen.  Zu erwähnen ist eine Arbeitsmarktreform, die auf eine Flexibilisierung des Arbeitsmarktes abzielt.

Ein anderer Aspekt für die Politiker war eine Verschlankung der öffentlichen Finanzen. 2014 hatte Japan ein Staatsdefizit von 7,1 Prozent beim BIP. Und jetzt ist geplant, dass die Staatskasse bis 2020 um ein Prozent pro Jahr entlastet wird. 
Last but not least hat die Bank of Japan (BoJ), die japanische Zentralbank, eine äußerst lockere Geldpolitik betrieben, was bedeutet, dass die BoJ derzeit pro Jahr Staatsanleihen für 80 Billionen Yen (etwa 600 Milliarden Euro) aufkauft.

Starke Währung kein Problem
Die lockere Geldpolitik hat den Yen geschwächt. Davon haben die japanischen Unternehmen profitiert, doch jetzt deutet alles darauf hin, dass die japanische Währung stärker geworden ist. Dies wird durch die starken Kennzahlen untermauert, doch noch wichtiger ist eine Aussage des japanischen Zentralbankchefs Haruhiko Kuroda.

Am Mittwoch sagte er, dass der Yen sehr schwach gewesen und eine weitere Schwächung nicht wahrscheinlich sei. Nach Haruhiko Kurodas Kommentar machte der Yen einen Satz auf 122,98 pro US-Dollar gegenüber 125,86 am vergangenen Freitag nach dem starken US-Arbeitsmarktbericht, der die Wahrscheinlichkeit erhöhte, dass die US-Zentralbank bald die Zinsen anhebt.

„Wenn der Yen gestärkt wird, kann dies kurzfristig die Exportaktien betreffen“, sagt Lars Skovgaard Andersen. „Doch generell ist das eine positive Sache, da die darunterliegenden Triebkräfte wie Wachstum und Nachfrage in Japan in die richtige Richtung weisen. Das ist sehr positiv, wenn Sie eine breite Exponierung gegenüber japanischen Aktien haben. Das betrifft insbesondere Sektoren, die von der einheimischen Konjunktur abhängen, wie zum Beispiel Banken und Zuggesellschaften.“
 

In japanische Aktien können Sie unter anderem über den Danske Invest Japan Fonds anlegen.

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