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Jetzt als Investor trotz Ölpreisschwankungen Ruhe bewahren

Den einen Tag fällt der Ölpreis und am nächsten steigt er wieder. Als Investor sollten Sie vor allem daran denken, dass ein niedrigerer Ölpreis im Allgemeinen gut für das Wachstum ist und langfristige Investitionsmöglichkeiten bieten kann.

Die vielen gegensätzlichen Meldungen zur künftigen Ölproduktion sorgen nicht nur beim Ölpreis, sondern auch auf den übrigen Finanzmärkten für Unruhe. Für den Investor kann dies verwirrend sein. Denn nicht nur der Ölpreis gerät in Bewegung, sondern auch die Finanzmärkte.

In letzter Zeit hat die OPEC eine fallende amerikanische Ölproduktion vorausgesagt, während die Internationale Energieagentur (IEA) schätzt, dass die USA bis 2020 am meisten zum Wachstum der internationalen Ölversorgung beitragen werden. Und gleichzeitig warnt der Rohstoffstratege von Citigroup davor, dass der Ölpreis bis auf 20 Dollar pro Barrel fallen könnte.

Seit der Ölpreis im letzten Sommer mit knapp unter 100 Dollar pro Barrel seinen letzten Höchststand erreichte, ist er zeitweilig bis auf 42 Dollar gefallen. Im Augenblick liegt der Preis bei etwa 52 Dollar pro Barrel.

„Als Investor würde ich mich auf das Gesamtbild konzentrieren. Und dies besagt, dass der niedrigere Ölpreis die Wirtschaft anschiebt. Bei Dansk Invest sind wir langfristige Investoren und können kurzfristige Schwankungen nutzen, um längerfristig starke Positionen aufzubauen“, sagte Lars Skovgaard Andersen, Investitionsstratege bei Danske Invest.

Der niedrigere Ölpreis ist insgesamt gesehen gut für die Weltwirtschaft. Denn alle, die Energie verbrauchen, haben dadurch mehr Geld zur Verfügung, was das Wachstum anregen kann.

OPECs Geschenk an die Wirtschaft

Der Ölpreis begann zu fallen, weil ein Missverhältnis zwischen Produktion und erwartetem Verbrauch entstanden ist. Dies liegt daran, dass vor allem die USA die Produktion erhöht. Die OPEC – die als Organisation von 12 erdölproduzierenden Ländern auf 75 Prozent der weltweit bekannten Erdölreserven sitzt – trug auch noch ihren Teil zum Preisverfall bei, indem sie ankündigte, dass die OPEC keine Maßnahmen zur aktiven Preisstabilisierung ergreifen werde, da gerade die Länder, die nicht zur OPEC gehören, Verantwortung für die erhöhte Produktion trügen. Seitdem hat das OPEC-Mitglied Saudi-Arabien den Preis für Asien und die USA gesenkt, um seine Marktanteile zu halten.

„Von allen Anreizen, die der globalen Wirtschaft gegeben wurden, ist der Beitrag der OPEC zweifellos der größte“, erklärte Lars Skovgaard Andersen.

Die OPEC-Länder haben den Vorteil, dass ihr Öl direkt unter der Erdoberfläche liegt. Ihre Produktionskosten sind daher wesentlich niedriger als die der Amerikaner, die meist mit aufwändigeren und kostenintensiveren Methoden fördern müssen. Neue Fördertechniken sind jedoch gerade der Grund dafür, dass die USA sich schnell der Stellung als weltweit größter Ölproduzent nähern.
 
 
Große, solide Unternehmen bevorzugen

Die Unruhe um den Ölpreis hat dazu geführt, dass die Finanzmärkte begonnen haben, sich besonders für die Entwicklung der Wochenmeldungen über die amerikanischen Ölvorräte aber auch die Anzahl der amerikanischen Förderanlagen zu interessieren. Und keineswegs allen kommt ein niedriger Ölpreis zugute.

„Während es längere Zeit positiv war, dass der Ölpreis fällt, so konnten wir sehen, dass es jetzt beginnt, in bestimmten Bereichen der amerikanischen Wirtschaft wehzutun. Dies trifft nicht nur die Ölunternehmen, sondern hat auch Folgen für Unternehmen, die direkt oder indirekt mit der Ölbranche zu tun haben“, so Lars Skovgaard Andersen.

Der Investitionsstratege erläutert, dass dies der Grund dafür ist, dass in der letzten Zeit die Kurse amerikanischer Aktien den Bewegungen des Ölpreises gefolgt sind.

„Die großen Schwankungen bei Aktien im Ölbereich bieten dem langfristig denkenden Investor jedoch auch Chancen. Hier muss man freilich auf Qualität achten. Wir bevorzugen große, solide Unternehmen, welche die Möglichkeit haben, eventuell härtere Zeiten für die Branche insgesamt zu ihrem Vorteil zu nutzen“ fügte er hinzu.

Beispiele könnten sein Unternehmen wie Royal Dutch Shell, Total und Eni, die alle in der Abteilung Danske Invest Europe High Dividend vertreten sind.

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