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Niedriger Ölpreis treibt Privatkonsum an

Der Preis pro Barrel Öl hat seit Erreichen seines Höchstwerts über 25 % eingebüßt und liegt nun auf seinem niedrigsten Niveau seit 2010. Für den Privatkonsum ist das eine gute Nachricht.

Der globale Verbraucher hat nun mehr Geld in der Tasche, um sich sein Dasein zu versüßen. Der rückläufige Ölpreis lässt nämlich die energieabhängigen Kosten schrumpfen und bietet somit Raum für den Kauf anderer Waren. Ganz übergeordnet gesehen offenbart das billige Öl Positives für die Weltwirtschaft, so die Einschätzung von Chefanalyst Bo Bejstrup Christensen, stellt allerdings auch einige Länder vor gewisse Herausforderungen.

Bejstrup Christensen weist auf eine Reihe von Bereichen hin, in denen sich der Preisrückgang bemerkbar macht.

Anziehender Verbrauch in den USA und Europa
Der niedrigere Ölpreis treibt den Privatkonsum unter anderem in den USA und Europa, den Netto-Ölverbrauchern, an. Sinkt der Preis, so wird Spielraum für andere Waren geschaffen

"Das dürfte zu einem höheren Konsum führen. So beispielsweise in den USA, wo die Verbraucher ganz unmittelbar vom rückläufigen Ölpreis profitieren", so Bo Bejstrup Christensen.

Hoher Energieverbrauch gleich hoher Konsum allgemein
Analysen zeigen einen Zusammenhang zwischen dem Energieverbrauch der Menschen und ihrem Konsum allgemein. Daher, so der Chefanalyst, kann insbesondere der Ölpreis für den Privatkonsum generell von großer Bedeutung sein.

"Menschen, die den Großteil ihres Einkommens auf energieträchtige Waren verwenden, haben oft ein relativ niedriges Einkommen. Gleichzeitig sind dies auch die Menschen mit der geringsten Ansparquote", legt Bo Bejstrup Christensen dar. Deshalb ist es auch mehr als wahrscheinlich, dass das etwa beim Benzin gesparte Geld nicht auf ein Sparkonto eingezahlt, sondern für anderweitigen Konsum verwendet wird. Das treibt den Privatkonsum voran.

Ölpreis setzt europäische Inflation unter Druck
Während das billigere Öl dem Privatkonsum unter anderem in Europa zugute kommt, schafft es aber auch Herausforderungen. Europa schlägt sich derzeit mit einer geringen Inflation herum, und rückläufige Ölpreise sind in diesem Zusammenhang wenig dienlich.

"In Europa kommt der Ölpreisrückgang zu einem Zeitpunkt, an dem die Inflation ohnehin schon gering ist - und das Traumziel der europäischen Zentralbank (EZB) wesentlich unterschreitet. Auf sehr kurze Sicht dürfte sich die Aufgabe der EZB, die Inflation zu stärken, daher auch schwieriger gestalten. Zu bedenken ist dabei jedoch, dass ein nachlassender Ölpreis das Wachstum stimuliert; trotz sinkender Inflation wird das Wachstum also gestärkt. Das sind trotz allem gute Nachrichten", erläutert Bo Bejstrup Christensen.

Einbußen für die energieerzeugenden Länder - China profitiert
Der sinkende Ölpreis tut insbesondere jenen Ländern weh, die aus der Förderung und dem Absatz von Öl große Einnahmen beziehen. Dazu gehören unter anderem Russland mit seiner großen Öl- und Gasförderung sowie einige lateinamerikanische Staaten wie etwa Venezuela. Am anderen Ende der Leitungsrohre jedoch herrscht Freude, unter anderem in China, denn die Volksrepublik ist ein Großverbraucher von Öl.

"Für China sind das gute Nachrichten und der niedrige Ölpreis kommt der chinesischen Wirtschaft, die jüngst ein rückläufiges Wachstum erlebt hat, zeitlich überaus gelegen", so Bejstrup Christensen.

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