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Rückenwind für europäische Konsumwerte

Niedrigere Ölpreise und die Lockerung der Geldpolitik der EZB kommen den Aktien von Herstellern und Vertreibern von Verbrauchsgütern zugute. Wir haben uns genauer angesehen, wie die Portfoliomanager gute Konsumwerte für die europäischen Fonds von Danske Invest auswählen.

Europäische Aktien erhalten Rückenwind durch den Aufkauf von Anleihen durch die Europäische Zentralbank. Gerade Konsumwerte werden zusätzlich durch die niedrigeren Ölpreise gestärkt.

„Bei vielen Herstellern von Verbrauchsgütern stellt Öl einen wichtigen Kostenfaktor dar. Beispielsweise bei der Verpackung, den Produkten selbst, bei deren Herstellung oder beim Transport“, erläuterte Chefportfoliomanager Henrik Husted Knudsen, der europäische Aktien für Danske Invest auswählt.

„Ein weiterer positiver Effekt besteht darin, dass die Kaufkraft der Verbraucher wächst, weil deren Ausgaben für Energie und Benzin abnehmen. Dies kommt den Konsumwerten noch zusätzlich zugute“, sagte er weiter.

Dansk Invest bietet mehrere Fonds an, zu deren Portfolios europäische Konsumwerte gehören. Eines der Auswahlkriterien der Portfoliomanager ist eine einzigartige Marktstellung eines Unternehmens, damit die Aktie für ein Portfolio in Betracht kommt.

Ein Beispiel hierfür ist die deutsche Optikerkette Fielmann, die u. a. auf dem deutschen, österreichischen und schweizerischen Markt vertreten ist und in mehrere europäische Fonds von Danske Invest aufgenommen wurde, so in den Dansk Invest Europe Small Cap.


„In Deutschland, dem größten Markt dieses Unternehmens, hat es für eine wirklich einmalige Marktsituation gesorgt. Mehr als die Hälfte aller in Deutschland verkauften Brillen stammen von Fielmann“, sagte Henrik Husted Knudsen.

Hinsichtlich des Umsatzes hat Fielmann allerdings nur einen Marktanteil von einem Fünftel und lediglich fünf Prozent aller Optikergeschäfte tragen den Namen Fielmann.

„Dies ist ja ein wirklich einzigartiges Geschäftsmodell, das kaum totzukriegen sein wird, denn man kann sich kaum vorstellen, dass eine kleine Kette eines einzelnen Optikers jemals hinsichtlich der Preise und des Warenangebots mit Fielmann gleichziehen könnte. Das ist also ein gutes Beispiel für ein Unternehmen, das unserer Meinung nach eine einzigartige Marktstellung hat“, erklärte Henrik Husted Knudsen.

Starkes Unternehmen mit lokalen Marken
Ein weiteres Beispiel für einen Konsumwert mit einer einzigartigen Marktposition ist das niederländische Unternehmen Heineken. Es hat unter anderem als Sponsor der Fußball Champions League erfolgreich für die weltweite Bekanntheit seiner Marke gesorgt.

„Doch der Kern von Heineken ist tatsächlich gar nicht so sehr die Marke selbst, sondern es sind die vielen lokalen Marken, welche die Brauerei in den letzten 10, 15 und 20 Jahren konsolidiert hat“, so Henrik Husted Knudsen weiter. 

Heineken hat in den letzten Jahren eine äußerst starke Marktstellung in Ländern wie Mexiko und Vietnam aufgebaut. Und in Nigeria und DR Kongo beträgt der Anteil von Heineken am Biermarkt über 50 Prozent.

„Die Vertriebskanäle sind hierbei besonders wichtig. Wenn man sie in einem Gebiet beherrscht, kann man nur schwer wieder verdrängt werden. Und da sowohl Vertrieb als auch Produktion gut laufen, gehen wir davon aus, dass auf diesen noch jungen Biermärkten die Absatzmengen und damit auch die Gewinne noch jahrelang wachsen werden“, meinte Henrik Husted Knudsen.

Interessante Zulieferer

Zulieferer für die Lebensmittelindustrie sind ein weiterer Bereich der Konsumwerte, den das europäische Aktienteam von Danske Invest für interessant hält.

Hier kann man unter anderem Unternehmen nennen wie den britischen Zutatenhersteller Croda oder zwei in Deutschland notierte Unternehmen: Symrise, einen Anbieter von Duft- und Geschmacksstoffen für die Lebensmittel-, Reinigungsmittel- und Kosmetikindustrie sowie GEA Group, das bei Ausrüstungen für Molkereien und Lebensmittelhersteller führend ist.
 
„Hier haben wir einige Zulieferer für die Lebensmittelindustrie gefunden, die über starke Marktpositionen verfügen“, sagte Henrik Husted Knudsen.

Diese Zulieferer beliefern nicht nur die großen Lebensmittelunternehmen wie Nestlé, Procter & Gamble und Unilever. Sondern zu ihren Kunden zählen gerade auch viele kleinere regionale und nationale Lebensmittelunternehmen in Emerging Markets, die in diesen Jahren kräftig zulegen. 

„Die kleineren regionalen Lebensmittelunternehmen haben sehr viel von den großen gelernt, so dass sie jetzt hervorragend bei der Produktinnovation sind. Zugleich kennen sie Kultur und Geschmacksvorlieben ihrer Regionen und berücksichtigen dies bei der Entwicklung neuer Produkte“, so Henrik Husted Knudsen abschließend.

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