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Wie inflationsindexierte Anleihen das Portfolio stabilisieren können

Während ein steigendes Preisniveau die Rendite traditioneller Nominalanleihen aushöhlt, nimmt der Wert inflationsindexierter Papiere im Takt mit der Geldentwertung zu.

Thor Schultz Christensen, Leiter für festverzinsliche Anlagen bei Danske Invest, erklärt wie die Absicherung funktioniert.

In den vergangenen Jahren war die Inflation niedrig – und das ist sie heute noch. Nicht nur in Europa, sondern auch in den USA, Japan und vielen anderen Ländern rund um den Globus. Seit Ende 2015 ist die Preisentwicklung jedoch weltweit gestiegen, und wir erwarten weitere Steigerungen in den kommenden Jahren. Diese Entwicklung kann förderlich sein für inflationsindexierte Anleihen als Ergänzung zu Nominalanleihen, wie zum Beispiel traditionellen festverzinslichen Staatspapieren.

Während ein steigendes Preisniveau den Wert von Nominalanleihen allmählich aushöhlt, haben inflationsindexierte Anleihen im Prinzip eine eingebaute Absicherung, da der Nennwert der Anleihe fortlaufend im Takt mit der Preisentwicklung zunimmt. Erhöht sich die Inflation beispielsweise um 15 Prozent über einen Zeitraum von 10 Jahren, würde eine Anleihe, die zu einem Kurs von 100 emittiert wurde, nach 10 Jahren zu einem Kurs von 115 getilgt. Anleger erhalten zudem einen festen Zinssatz auf den aktuellen Nennwert.

Neben dem wirksamen Schutzmechanismus tragen inflationsindexierte Anleihen gleichzeitig zu erhöhter Portfoliostabilität bei, da sie normalerweise nicht so starken Kursschwankungen unterliegen wie Nominalanleihen. Als Faustregel gilt: Die Duration von inflationsindexierten Anleihen beträgt im Durchschnitt ungefähr die Hälfte der Duration von Nominalanleihen mit ähnlicher Laufzeit.

Wir setzen ausschließlich auf von Staaten emittierte, inflationsindexierte Anleihen
Inflationsindexierte Anleihen werden hauptsächlich von Staaten emittiert. Die USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien und Japan gehören zu den großen OECD-Ländern, die inflationsindexierte Anleihen im Rahmen der Finanzierung ihres Staatsdefizits herausgeben. In den zwei SICAV-Fonds von Danske Invest, dem Global Inflation Linked Bond Class A und dem Global Inflation Linked Bond Short Duration Class A, machen Anleihen aus diesen Ländern mit hoher Bonität den Großteil der Fondsbestände aus. Die Länderaufteilung in den Portfolios entspricht dabei in etwa der Größe der einzelnen Anleihemärkte. Die Besonderheit liegt darin, dass im Gegensatz zu den meisten anderen Fonds aus diesem Segment unsere Strategien keine Nominalanleihen beinhalten, sondern sich ausschließlich aus von Staaten emittierten, inflationsindexierten Anleihen zusammensetzen. Der Unterschied zwischen den beiden Fonds ist die Duration der Anleihen und somit das Zinsänderungsrisiko für Anleger.

Der feste Kuponzins auf inflationsindexierte Anleihen ist immer niedriger als derjenige auf Nominalanleihen mit ähnlicher Laufzeit und Bonität. Dieser Zinsunterschied ist sozusagen der Preis für den in den Papieren eingebauten Inflationsschutz.

Nennwertgarantie auch bei Deflation
Es ist wichtig darauf hinzuweisen, dass die meisten inflationsindexierten Anleihen eine Nennwertgarantie haben – oft auch als Deflation Floor bezeichnet. Diese stellt sicher, dass Anleger ihre Anleihen bei Fälligkeit immer mindestens zu einem Kurs von 100 getilgt bekommen, selbst wenn während der Laufzeit eine Deflation vorherrschen sollte.

Inflationsindexierte Anleihen sind am interessantesten in einem Szenario, in dem die Inflation stärker steigt als erwartet. Als Anleger in solchen Papieren erhält man bei einer stärkeren Geldentwertung auf jeden Fall eine höhere Rendite. Wenn die Teuerungsrate dagegen weniger stark steigt als erwartet, erzielen inflationsindexierte Anleihen eine niedrigere Rendite als Nominalanleihen.
 
In Verbindung mit Anleihen unterliegen Investoren außerdem zwei weiteren Risikofaktoren: Erstens einem Kreditrisiko für den Fall, dass die emittierenden Staaten ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können. Und zweitens einem Zinsrisiko, da höhere Realzinsen einen Kursrückgang der Anleihen zur Folge haben können. Dagegen ist das Währungsrisiko in unseren Fonds abgesichert, da wir alle Währungen  auf Euro absichern.
 
Danske Invest hat dieses Dokument zu Informationszwecken erstellt. Es stellt keine Anlageberatung dar. Eine Anlage in Schwellenländeranleihen ist mit Risiken verbunden, und es kann im schlimmsten Fall zu einem Totalverlust kommen.

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